2005 - Turnierberichte mit Bildern
| 03.09.2005 | AV Hardt | VfL Winterbach | 10:21 |
| 10.09.2005 | VfL Winterbach | VfL Obereisesheim | 21:14 |
| 17.09.2005 | RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot | VfL Winterbach | 20:15 |
| 24.09.2005 | VfL Winterbach | KSV Unterelchingen II | 30:9 |
| 01.10.2005 | KG Amstetten/Geislingen | VfL Winterbach | 15:23 |
| 03.10.2005 | VfL Winterbach | TSV Meimsheim | 36:0 |
| 08.10.2005 | VfL Neckargartach | VfL Winterbach | 12:25 |
| 15.10.2005 | SV Ebersbach | VfL Winterbach | 13:24 |
| 22.10.2005 | VfL Winterbach | VfL Gemmrigheim | 26:11 |
| 29.10.2005 | VfL Winterbach | AV Hardt | 31:5 |
| 01.11.2005 | VfL Obereisesheim | VfL Winterbach | 26:13 |
| 06.11.2005 | VfL Winterbach | RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot | 25:10 |
| 12.11.2005 | KSV Unterelchingen II | VfL Winterbach | 9:30 |
| 19.11.2005 | VfL Winterbach | KG Amstetten/Geislingen | 30:9 |
| 26.11.2005 | TSV Meimsheim | VfL Winterbach | 4:34 |
| 03.12.2005 | VfL Winterbach | VfL Neckargartach | 29:8 |
| 10.12.2005 | VfL Winterbach | SV Ebersbach | 20:18 |
| 17.12.2005 | VfL Gemmrigheim | VfL Winterbach | 12:28 |
Für Statistikfreunde....
Der VfL Winterbach steigt als "Meister der Herzen" in die Verbandsliga auf.
Mit dem VfL Winterbach und dem VfL Obereisesheim liegen nach insgesamt 18 Mannschaftskämpfen zwei Teams punktgleich an der Tabellenspitze. Zwar haben die Winterbacher hinsichtlich der Wertungspunkte einen großen Vorsprung aufzuweisen, auf WRV-Ebene entscheidet aber der direkte Vergleich über die Meisterschaft (bzw. Tabellenplatzierung bei Punktgleichheit) und diesen haben die Obereisesheimer denkbar knapp für sich entscheiden können. Glückwunsch!
Carsten war jüngster Ringer in der Landesliga Württemberg und beeindruckte mit
14 Siegen und nur drei Punktniederlagen
(gegen den EM-Siebten (2x) und EM-Vierten (1x))
die Fachwelt.
In der Hinrunde schulterte er sensationell den EM-Sechsten!
In der Punktewertung in der Altersklasse U18 (!)
liegt er unangefochten auf Platz 1.
In der Punktewertung aller rund 180 eingesetzten Ringer findet er
sich mit Platz 10 sensationell unter den TOP-TEN wieder.
Rückrunde: griechisch-römischer Stil, bis 55 kg.
17.12.05 - VfL Gemmrigheim
Carsten gegen Alexander Herrmann (Deutschland)
4:0 / => 4:0 Schultersieg
Turbomässig......
Kein ernster Prüfstein für Carsten war Alexander Herrmann. Bereits nach wenigen Sekunden Kampfdauer stand der Schultersieg des Winterbacher Nachwuchstalent fest.
10.12.05 - SV Ebersbach
Carsten gegen Torsten Paletta (Deutschland)
0:4 / 0:6 / 0:4 => 0:3 Punktniederlage
Erhobenen Hauptes....
Einig waren sich alle vor dem Kampf: >> Alles andere als eine Schulterniederlage gegen den 4. Junioren Europameister (13. WM) und mehrfachen Deutschen Meister im griechisch-römischen Stil Torsten Paletta, wäre eine faustdicke Überraschung <<.
Das er für die ein oder andere Überraschung gut ist, hat Carsten in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen. So zeigte er gegen den ehemaligen Bundesligaringer erneute eine kämpferische Glanzleistung und machte seinem Gegenüber das Leben mehr als schwer. Hierbei sei noch erwähnt, dass Carsten stilarverkehrt - also anstatt im freien im "ungeliebten" klassischen Stil gegen einen Spezialisten antrat. In Runde eins gestaltete er den Kampf bis kurz vor dem Gong offen. Nur durch die Risikobereitschaft von Carsten gelang es Paletta schließlich einen kleinen Fehler clever auszunützen und zu Punkten. Das gleiche Bild zeigte sich zunächst auch in Runde zwei. Es gab zunächst kein Durchkommen für den EM-Vierten. Ein misslungener Angriff von Carsten konterte Paletta sofort und beendete die Runde mit einer sehenswerten Fünfer-Wertung für sich. Auch im dritten Kampfabschnitt konterte der Ebersbacher clever die Angriffe von Carsten und sammelte die nötigen Punkte zum 4:0 Rundensieg.
Mit dieser Punktniederlage gelang Carsten sicher wieder eine faustdicke Überraschung, die Ihm nicht viele zugetraut hatten. Natürlich war es auch sicher ein verdienter Sieg von Paletta. Hier fehlt Carsten einfach noch die körperliche Robustheit und vor allem die Internationale Erfahrung. Kleinste Fehler des vierzehnjährigen wurden von Paletta gnadenlos und eiskalt in Wertungspunkte umgemünzt. Das war der eigentliche Unterschied....
03.12.05 - VfL Neckargartach
Carsten gegen René Kollmar (Deutschland)
6:0 / 8:1 / 6:0 => 4:0 technisch überlegener Punktsieg
Eigentlich hatten sich die Zuschauer und eingefleischten Ringerfans auf einen packenden Kampf zwischen Carsten und Patrick Betzner gefreut. Leider erschien der 6. der Europameisterschaften (Kadetten) und Deutsche Freistilmeister, den Carsten im Vorkampf sensationell schultern konnte, aber nicht zur Abwaage.
So mußte Carsten mit Ersatzman René Kollmar vorlieb nehmen. Während des Kampfes konnte dann jeder sehen, dass für Carsten eigentlich die "Luft raus" und die Konzentration weg war. Dennoch riss er sich zusammen und schickte den Neckargartacher mit einer technisch überhöhten Niederlage nach Hause.
26.11.05 - TSV Meimsheim
Carsten gegen Kai-Uwe Riedel (Deutschland)
Riedel zu schwer => 4:0 kampfloser Sieg für Carsten
Kein ernsthaftes Interesse an einem Kampf mit Carsten hatte wohl Kai-Uwe Riedel. Anders lassen sich 2,7 kg (!) Übergewicht eigentlich nicht erklären. Schade!
19.11.05 - KG Geislingen/Amstetten
Carsten gegen Cengiz Sen (Türkei)
1:0 / 0:4 / 5:3 / 2:0 => 3:1 Punktsieg
Einsatz, kämpferische Leistung und Siegeswille => Note 1
Auch der Rückkampf stand in Punkto Spannung und Dramatik der Begegnung aus der Vorrunde in nichts nach. Gegen den amtierenden Württembergischen Meister U18 zeigte Carsten erneut eine starke Leistung. Aber auch Sen bewies mit großen Kampfeswillen, dass er nicht umsonst zur Spitze im Land zählt.
Routiniert und ergebnisorientiert entschied Carsten die erste Runde knapp mit 1:0 für sich und glaubte, dass es im zweiten Kampfabschnitt so weiter gehen würde. Allerdings machte Sen hier deutlich, dass er nicht gewillt war, freiwillig die Matte als Verlierer zu verlassen und konterte, den teils unkonzentriert ringenden Winterbacher clever zum 4:0 Rundensieg aus. Kein Mittel fand auch Carsten zunächst auch im dritten Rundenabschnitt. Schnell ging der Amstetter mit 3:0 in Führung, rechnete dann aber nicht mehr mit dem unbedingten Siegeswillen von Carsten, der urplötzlich wie "Phönix aus der Asche" aufstieg und zum 3:3 ausglich. Wenige Sekunden vor dem Rundengong gelang Ihm mit einem Durchdreher sogar noch die 5:3 Führung und somit auch der Rundensieg. Souverän dann der Auftritt in Runde vier, in der sich Carsten wieder auf seine Stärken besann und den Kampf bestimmte. Dennoch blieb Sen ständig gefährlich, konnte aber mit zunehmender Kampfdauer dem Druck von Carsten nicht mehr standhalten und mußte einen Rückstand hinnehmen, dem er nichts mehr entgegenzusetzen hatte. So gewann Carsten wie in der Vorrunde erneut hochverdient mit 3:1 Runden.
12.11.2005 - VfL Unterelchingen
Carsten ließ diese Begegnung ausfallen, weil er DJB-Kadersichtungsturnier (Judo U16) in Herne (NRW) teilnahm.
06.11.05 - RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot
Carsten gegen Sergej Schmidt (Russland) -
3:0 => 4:0 Schultersieg
Wer's nicht selbst gesehen hat, wird es wohl kaum glauben.........
Bereits mit den ersten Aktionen wurde auch den eingefleischten Fans aus Schwäbisch-Hall bewußt, wer die Matte als Sieger verlassen würde. Hochkonzentriert, aggressiv und im stets im Vorwärtsgang bestimmte Carsten bereits die ersten Sekunden eines denkwürdigen Kampfes. Viel länger sollte es aber auch nicht dauern, denn nach einem Kopfhüftschwung aus dem Lehrbuch beförderte der vierzehnjährige (!) den alten Routinier Sergej Schmidt, unter dem tosendem Beifall der vollbesetzten Salierhalle, auf die Schultern und setzte seinen beeindruckenden Siegesreigen in der Männer-Landesliga Württemberg fort.
01.11.05 - VfL Obereisesheim
Carsten gegen Andrejs Vasiljevs (Lettland) -
0:1 / 1:3 / 0:3 => 0:3 Punktniederlage
Sagenhaft...........
Wie bereits in der Vorrunde, zeigte Carsten auch im Rückkampf gegen den lettischen Spitzenringer und 7. der Junioren-Europameisterschaften 2005, sowie 13. der Junioren-Weltmeisterschaften 2005, Andrejs Vasiljevs einen sensationiellen Kampf. Vor allem in der ersten und zweiten Runde verlangte er dem WM-Teilnehmer und hohen Favoriten alles ab und verpasste sogar nur knapp einen Rundensieg. Aber auch im dritten Kampfabschnitt zeigte er eine kämpferische und taktische Leistung vom feinsten. Einfach unglaublich mit welcher "Unbekümmerheit" und "Frechheit" er immer wieder die Herausforderung auch gegen International erfolgreiche Ringer annimmt und besteht.
29.10.2005 - AV Hardt
Carsten gegen Josip Nad (Tschechien)
1:0 / 2:0 / 2:0 => 3:0 Punktsieg
Einfach clever.............
Im Stil eines "alten Hasen" zermürbte Carsten seinen neun Jahre älteren Gegner und zeigte, wie bereits beim Vorrundensieg, eine taktische Meisterleistung, die man Sie in dieser Altersklasse nur ganz selten sieht. Ohne jegliches Risiko einzugehen, sammelte er clever Punkt für Punkt und bezwang seinen entnervten Kontrahenten hochverdient mit 3:0 Rundensiegen.
Vorrunde: Freistil, bis 55 kg.
22.10.05 - VfL Gemmrigheim
Carsten gegen Alexander Herrmann (Deutschland)
6:0 / 3:0 => 4:0 Schultersieg
Im Eiltempo......
Nur wenige Stunden nach seinem Titelgewinn bei den Baden-Württembergischen Judo-Meisterschaften stand Carsten auf der Ringermatte und löste seine Aufgabe souverän. Rund eins wurde schnell durch technische Überlegenheit gewonnen, im zweiten Kampfabschnitt schulterte er das Gemmrigheimer Nachwuchstalent.
16.10.05 - SV Ebersbach
Carsten gegen Torsten Paletta (Deutschland)
=> 4:0 Kampfloser Sieger
Ohne zu Schwitzen.....
Überraschenderweise erschien der ehemalige Bundesligaringer und 4. der Europameisterschaften (Junioren) Torsten Paletta nicht zur Abwaage. Daher wurde Carsten zum "kampflosen" Sieger erklärt und kassierte die vier Mannschaftspunkte ohne einen Schweißtropfen zu vergießen.
09.10.05 - VfL Neckargartach
Carsten gegen Patrick Bezner (Deutschland)
0:6 / 1:3 / 5:3 => 4:0 Schultersieg
Sensationell!!!!!!!!!!!
Am Mittwoch lag Carsten noch mit Symtomen einer akuten Blindarmentzündung flach, vom Arzt wurde schließlich "nur" eine (richtige) Grippe diagnostiziert. Freitags gings wieder etwas besser; Um einer Strafgebühr zu entgegen sollte Carsten daher Samstags nur zum Wiegen antreten und den Kampf sofort aufgeben.
Nicht mehr zu halten war er dann allerdings am Samstag, wollte sich dem Kampf zwischen David und Goliath stellen und die Geschichte sollte sich auch 2005 n.C. wiederholen.
Haushoher Favorit war natürlich der 6. der Europameisterschaften (Kadetten) und Deutsche Freistilmeister in Gestalt von Patrick Bezner. Bereits alles andere als eine klare Schulterniederlage von Carsten, auch im Hinblick auf seinen Gesundheitszustand, wäre eigentlich eine faustdicke Überraschung gewesen. Aber wie so oft, kam alles ganz anders.
Im ersten Kampfabschnitt zeigte Carsten noch zuviel Respekt vor dem großen Namen und mußte die Runde trotz guter kämpferischer Leistung mit 0:6 gegen den stark auftrumpfenden Neckargartacher abgeben. Aber bereits im zweiten rieb sich so manch Zuschauer verwundert die Augen, als Carsten sich immer besser auf seinen Kontrahenten einstellen konnte und bis wenige Sekunden vor dem Pausengong sensationell führte. Eine kleine Unaufmerksamkeit nutzte Bezner jedoch clever und verbuchte auch die zweite Runde zu seinen Gunsten.
Wer war der erfolgreiche EM-Teilnehmer und wer war der vierzehnjährige Underdog?
Der neutrale Zuschauer konnte im dritten Kampfabschnitt, in einem hochklassigen Kampf zwischen zwei gleichwertigen Ringern, keinen Unterschied mehr feststellen. Immer öfter versuchte Carsten nun mit seinen gefährlichen Beinangriffen zum Ziel zu kommen. Mitte der Kampfzeit war es dann soweit. Die Halle stand Kopf, als Carsten wieder zu einem Angriff ansetzte und Bezner in eine gefährliche Lage bringen konnte. Unter dem tosenden Jubel der mitgereisten Fans, geschah dann das unfassbare: Carsten nutzte seine Chance eiskalt und schulterte den 6. der Europameisterschaften (Kadetten) vor den ungläubigen Augen der Neckargartacher.
03.10.05 - TSV Meimsheim
Carsten gegen Tobias Herbst (Deutschland)
4:0 / => 4:0 Schultersieg
Rekordverdächtig!
Nicht viel zu erzählen gibt es vom Kampf zwischen Carsten und dem Meimsheimer. Bevor Tobias Herbst wußte, wie um Ihn geschah, lag er nach einer blitzschnellen Wurfaktion schon auf den Schultern.
01.10.05 - KG Geislingen/Amstetten
Carsten gegen Cengiz Sen (Türkei)
2:0 / 1:2 / 0:1 / 1:1 => 3:1 Punktsieg
Starke Leistung!
In einem dramatischen und spannungsreichen Kampf gelang es Carsten den amtierenden Württembergischen Meister der U 18 niederzuringen und wichtige drei Punkte zum Mannschaftskonto beizusteuern.
Erneut zeigte sich der 14-jährige in blendender Verfassung. Hatte er in der Vorwoche noch "Motivationsprobleme, so zeigte er sich an diesem Kampfabend hochkonzentriert und voller Siegeswillen. Zwei gelungene Aktionen im ersten Kampfabschnitt bedeuteten den Rundensieg für Carsten. Im zweiten Kampfabschnitt hatte sich Sen besser auf Carsten eingestellt und holte sich den Rundensieg verdient mit 2:1 Punkten. Der dritte Kampfabschnitt ging nach einer starken taktischen Leistung mit 1:0 wiederum an Carsten. Dramatik und Spannung pur in Runde vier. Sen setzte alles auf eine Karte, versuchte Carsten ständig in Bedrängnis zu bringen und holte sich mit seiner agressiven Ringweise die 1:0 Führung. So war es nun an Carsten, den Rückstand aufzuholen und den so wichtigen Sieg für die Mannschaftswertung zu holen. Allerdings machte sich immer mehr die körperliche Überlegenheit von Sen bemerkbar, dennoch gelang es Carsten mit großem kämpferischen Einsatz und unter dem tosenden Beifall der mitgereisten Winterbacher Fans, aber auch den neutralen Zuschauern, zum 1:1 auszugleichen. Gegen Ende der Runde wurden die Sekunden jedoch immer länger und die Dramatik wuchs ins Unermeßliche. Mit großem Siegeswillen konnte Carsten eine bedrohliche Situation neutralisieren und beendete den Kampf schließlich als strahlender Sieger.
24.09.2005 - KSV Unterelchingen II
Carsten gegen Marco Filipovic (Deutschland?)
2:0 / 4:3 / 2:0 => 3:0 Punktsieg
(Fast ein) Rabenschwarzer Tag für Carsten.
Nicht seinen besten Tag hatte Carsten im Kampf gegen den 6.ten der Deutschen Jugendmeisterschaften Marco Filipovic. Während des gesamten Kampfes agierte er eher "Kopflos" und war nie in der Lage den gut aufgelegten Unterelchinger entscheidend zu schlagen.
Das erste Kampfdrittel verschlief er fast, rettete aber die Runde mit zwei gelungenen Aktionen zum 2:0 Rundensieg. Im zweiten Drittel wurde Ihm ein völlig mißlungener Durchdreher fast zum Verhängnis. Clever konterte Filipovic und brachte Carsten in eine äußert bedrohliche Lage. Nur mit sehr viel Glück, aber auch großer Kampfeskraft konnte Carsten der Schulterniederlage entrinnen und holte sich kurz vor dem Gong noch den entscheidenden Punkt zum 4:3 Rundensieg. Im letzten Drittel besonn sich Carsten wieder etwas auf seine Stärken und spulte routiniert sein Programm zum nie gefährdeten 2:0 Rundensieg und somit zum 3:0 Endstand herunter.
Insgesamt dennoch eine kämpferisch starke Vorstellung von Carsten, sofern man die genauen Hintergründe kennt.
17.09.2005 - RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot
Carsten gegen Sergej Schmidt (Russland) -
1:4 / 3:0 / 8:1 / 3:2 => 3:1 Punktsieg
Gegen den starken Sergej Schmidt (ca. 10 Jahre älter) sollte Carsten lediglich Mannschaftsdienlich kämpfen und wenn möglich keine "Vier" abgeben. Aber auch hier verblüffte der junge Winterbacher, sowohl den eigenen Anhang als auch die gegnerische Mannschaft. Die erste Runde mußte er zwar nach einigen gelungenen Beinangriffen von Schmidt mit 1:4 abgeben, doch anschließend stellte er sich besser auf seinen Gegner ein und holte sich den zweiten Kampfabschnitt mit einem 3:0. Noch deutlicher wurde es dann in Runde drei, hier zeigte der junge Kopp was er so alles draufhat und gewann überlegen mit 8:1 Punkten. Routiniert und im Stile eines "alten Hasen" machte er im vierten Kampfabschnitt alles klar und gewann die entscheidende Runde knapp aber verdient mit 3:2 Punkten.
10.09.2005 - VfL Obereisesheim
Carsten gegen Andrejs Vasiljevs (Lettland) -
0:2 / 1:2 / 0:4 => 0:3 Punktniederlage
Vier Punkte für einen schnellen Schultersieg fest eingeplant, hatten die Verantwortlichen des VfL Obereisesheim für den Kampf in der 55 kg.-Klasse, hatten Sie doch mit dem lettischen Spitzenringer und 7. der Junioren-Europameisterschaften 2005, sowie 13. der Junioren-Weltmeisterschaften 2005, Andrejs Vasiljevs einen übermächtigen Gegner in Ihren Reihen.
Zumindest die erste Runde (ohne Schulterniederlage) überstehen und möglichst keine Verletzung zuziehen, konnte eigentlich nur das Ziel von Carsten heißen. Doch so manch Zuschauer rieb sich dann verwundert die Augen und konnte kaum glauben, welch dramatischer Kampf sich auf der Matte abspielte. Statt sich seinem Schicksal zu ergeben legte Carsten von Beginn an den Vorwärtsgang ein und ließ sein Gegenüber nicht zur Entfaltung kommen. Dermaßen überrascht von soviel Gegenwehr gelangen dem Letten lediglich zwei Pünktchen zum knappen Rundengewinn.
Eine kleine Sensation bahnte sich in Runde zwei an. Im einem hart geführten Kampfabschnitt fehlten Carsten nur wenige Sekunden zum sensationellen Rundengewinn. Nachdem er unter dem Jubel der voll besetzten Salierhalle zum 1:1 Zwischenstand ausgleichen konnte, ließ er erst kurz vor dem Pausengong eine Wertung des Letten zu und gab die Runde denkbar knapp ab. Auch im dritten Kampfabschnitt zeigte sich Carsten kämpferisch, mußte aber die deutliche körperliche Überlegenheit des sechs Jahre älteren EM-Siebten anerkennen und gab in zwei Aktionen vier Punkte ab.
Hut ab vor dieser Klasse-Leistung -
statt zum "Kanonenfutter" entwickelt sich Carsten immer mehr zum eifrigen "Punktesammler"
03.09.2005 - AV Hardt
Carsten gegen Josip Nad (Tschechien) -
3:0 / 2:0 / 2:0 => 3:0 Punktsieg
Premiere gelungen!
In seinem allerersten Kampf in der ersten Mannschaft des VfL Winterbach traf Carsten auf den neun (!) Jahre älteren und in zahlreichen Kämpfen gestählten Josip Nad vom AV Hardt. Nach einem etwas verhaltenen Kampfbeginn legte Carsten seine Nervosität im weiteren Verlauf ab und steigerte sich in einen wahren Siegesrausch. Mit einer taktischen Meisterleistung zermürbte der 14-jährige seinen Kontrahenten und sammelte unter dem Beifall des sachkundigen Publikums Punkt für Punkt, um den Kampf als klarer 3:0 Punktsieger zu beenden.
Geladen war die "Creme de la Creme" des deutschen Judosports der Altersklasse U16. Kein Wunder, wurden doch nur Bundes-, D-, und Landeskaderathleten für das DJB-Sichtungsturnier in Herne (NRW) nominiert.
ako....Einen hervorragenden Eindruck hinterließ der Leutenbacher Carsten Kopp (55 kg./ TSG Backnang) beim bundesoffenen Sichtungsturnier des Deutschen-Judo-Bundes in Herne (NRW). Insgesamt gingen knapp 400 Judokas, davon allein 53 in der Gewichtsklasse bis 55 kg. auf die Matte. Als Jahrgangsjüngster erreichte der junge Leutenbacher nach zwei vorzeitigen Siegen das Poolfinale gegen Stefan Friedrich (Bayern). Dort war er in einem offen geführten Kampf zwar Chef auf der Matte, bekam aber seitens des Kampfrichters keine Wertungen zugesprochen, sondern zur Überraschung aller mehrere „Bestrafungen“, die schließlich zu einer äußerst zweifelhaften Niederlage führten. Wenig beeindruckt von diesen diskussionswürdigen Entscheidungen setzte er seinen Siegeszug zunächst mit drei weiteren Siegen in der „Trostrunde“ fort, um im kleinen Finale dem Deutschen Meister Michael Keil (Bayern) gegenüberzustehen. Auch gegen den Bayern, der eigens für diesen Wettkampf einiges an Gewicht gemacht hatte, wusste Kopp zu überzeugen. Beide Kämpfer zeigten Judosport auf hohem Niveau und neutralisierten sich zunächst, wobei es Keil Mitte der Kampfzeit gelang eine Wertung zu erzielen, die er anschließend versuchte über die Zeit zu retten. Die Niederlage vor Augen riskierte Kopp in den letzten Sekunden noch einmal alles, wurde aber clever gekontert und unterlag mit dem Schlussgong entscheidend. Trotz dieser Niederlage zeigte er nach sieben Kämpfen, davon fünf vorzeitige Siege, während des gesamten Turnierverlaufs, dass er zu den großen Nachwuchstalenten in Deutschland zählt und findet sich nun zurecht im Notizbuch von Bundestrainer Ralf Schmitt wieder.
Judo: Baden-Württembergischen Meisterschaften U 16
Ein hartes Stück Arbeit:
Ein Hammerlos erwischte der Leutenbacher Carsten Kopp in seiner Pool-Hälfte bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften. Er kämpfte gegen den Württembergischen Meister 2005; anschl. gegen den Badischen Landesmeister, danach gegen den amtierenden Baden-Württembergischen Meister und schließlich auch noch gegen den 5. Deutschen, sowie 5. Internationalen Deutschen Meister.
ako....22.10.2005............Nicht beeindrucken von den „großen Namen“ in seiner Pool-Hälfte ließ sich der Leutenbacher Carsten Kopp (55 kg. / TSG Backnang) bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften U16, die heuer in Kirchheim/Teck ausgetragen wurden. Gleich im Auftaktkampf traf er mit Chris Hasselwander (Tübingen) auf einen unangenehmen Gegner, gegen den er bei den Württembergischen U17 Meisterschaften im Januar noch eine bittere Final-Niederlage einstecken musste. Im Revanchekampf beherrschte er seinen Kontrahenten jedoch klar und gewann hoch nach Punkten. Nach einem weiteren Sieg in Runde zwei, warf er in einer rekordverdächtigen Zeit von nur vier Sekunden den Badischen Landesmeister Philip Wehrle (March) auf „Kreuz“ und erhielt den vollen Punkt (Ippon). Damit war bereits das Halbfinale gegen den Baden-Württembergischen Meister aus dem Vorjahr Henrique Seidler (Böblingen) erreicht. In einem äußerst spannenden Kampf, in dem sich beide Kontrahenten nichts schenkten und Judosport auf hohem Niveau zeigten, gewann er verdient nach Punkten und zog nach einer starken Leistung zurecht ins Finale ein. Dort wartete mit dem 5. Deutschen, sowie 5. der Internationalen Deutschen Meisterschaften Robert Ullmann (Backnang) aber ein harter Brocken auf den jungen Leutenbacher. Beide Judokas kennen sich aus unzähligen Trainingseinheiten aus dem Eff-Eff und neutralisierten sich zunächst, wobei Kopp mit zunehmender Kampfdauer immer mehr das Kommando übernahm. Mitte der Kampfzeit war es dann aber soweit; Mit einem herrlichen Ausheber beförderte er Ullmann auf den Rücken und gewann mit dieser Ipponwertung vorzeitig, um sich nach 2003 und 2004 den dritten Titelgewinn in Folge zu sichern.
Wettkampffotos
Rems-Murr-Meisterschaften 2005 in Korb (Remstal)
Gelungener Auftakt nach einer langen Sommerpause für die Kopp-Brüder. Bei den Rems-Murr-Meisterschaften sorgten zehn Siege bei nur einer (völlig unnötigen) Niederlage für eine beeindruckende Bilanz. 2 x Gold und 1 x Silber, so lautete am Ende die Ausbeute für das erfolgreiche Brüder-Trio. Im entscheidenden Kampf um Gold traf Claus
erneut auf seinen "Angstgegner" und....
Keine Probleme!
Trotz Schwerstarbeit am Vorabend (Landesligakampf) kam Carsten (54 kg./U16) bei den Rems-Murr-Meisterschaften bei seinen vier Kämpfen nicht so recht ins Schwitzen. Ohne auch nur den Hauch eines Pünktchen abzugeben, beendete er alle Kämpfe vorzeitig, um sich den drittel Titel in Folge zu sichern.
Knoten geplatzt !?
Nach zwei schnellen Schultersiegen, traf Claus (42 kg./U16) in seinem dritten Kampf auf den DM-Siebten Jan Hermann (ASV Schorndorf), den nur der Rundengong vor einer Schulterniederlage rettete. Im zweiten Kampfabschnitt dominierte Claus zunächst den Kampf, eine kleine Unaufmerksamtkeit reichte dem Schorndorfer jedoch, um Claus in eine bedrohliche Lage zu manöverieren. Mit großer Kampfkraft befreite sich Claus und holte sich in den Schlusssekunden mit einer feinen Wurfwertung die benötigten drei Punkte zum Sieg. Im ewig jungen Duell mit Trainingspartner und "Angstgegner" Marc Göckeler schien zunächst alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Göckeler sicherte sich die erste Runde knapp aber verdient. Erst eine Standpauke in der Pause veranlaßte Claus agressiver und risikoreicher zu ringen. Mitte der zweiten Runde war es dann soweit, Claus setzte zu einer Wurfwertung an, aus der es für Göckeler kein entrinnen mehr gab. Gold und der erste Sieg über seinen "Angstgegner" waren für Claus der Lohn für eine starke Turnierleistung.
Starke Leistung!
Wie so oft, mußte sich Christian (46 kg. / U16 !!!) opfern.
Er "trank" sich hoch, um mit nur 42,3 kg. in der 46 kg.-Klasse an den Start gehen zu können, damit die 42 kg.-Klasse nicht zu einer Winterbacher Vereinsmeisterschaft ausartete. Der elfjährige beeindruckte in seinem ersten Kampf mit einem Schultersieg über Patrick Weimann (ASV Schorndorf), war aber in seiner zweiten Begegnung gegen Sven Hees (ASV Schlichten) völlig von der Rolle und unterlag entscheidend. Mit einem Schultersieg über Thomas Mühle (SC Korb) sicherte er sich schließlich doch noch den zweiten Platz.
Internationaler Römercup in Ladenburg im klassichen Stil - U18
Nichts verlernt,
nach knapp vier Monaten stand Carsten erstmals wieder auf der Ringermatte und das gleich beim International renomierten Römercup in Ladenburg und in der Altersklasse U 18 (!!!). In seinem siebten Kampf traf er - in seiner schwächeren Stilart - auf den frischgebackenen Deutschen Meister Oliver Hug (Württemberg) und....
mußte sich somit, als amtierender süddeutscher Meister - Judo U15, nicht mehr über seine Ausladung (weil er den am 02.07.05 zeitgleich stattfindenden Lehrgang nicht besuchen konnte) für den am 03.07.2005 geplanten Judo-Länderkampf U 15 ärgern.
ako....02.07.2005.......754 Teilnehmer – 6 Nationen, ein Hauch von Europa wehte durch die Lobdengauhalle in Ladenburg. Der Internationaler Römercup gehört zu den ganz großen Nachwuchsturnieren in Deutschland und hat sich längst einen festen Platz im Terminkalender des Deutschen Ringerbundes erobert.
Der vierzehnjährige Carsten Kopp war der jüngste im Bunde und sollte gegen die bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz in seiner schwächeren Stilart lediglich Erfahrung sammeln. Zwei oder drei Kämpfe machen – So lautete eigentlich die Vorgabe seines Trainers. Aber alles kam ganz anders, als er sich im Turnierverlauf in einen wahren Siegesrausch steigerte und die Konkurenz düpierte. Dies bekam als erstes Frank Losmann (Nordbaden) zu spüren, der schnell in zwei überlegen geführten Runden abgefertigt wurde. Glück hatte anschließend Christoph Dornfeld (Württemberg), nur der Schlussgong bewahrte Ihn vor der Schulterniederlage. Den DM-Fünften Timo-Marcel Nagel (Südbaden) punktete er clever aus und gewann verdient. Eine große kämpferische Leistung zeigte er anschließend gegen den österreichischen Kaderringer Wishan Zisaewa (Vorarlberg) unterlag aber denkbar knapp nach Punkten. Nach einem Schultersieg über Andreas Ott (Saarland) unterlag er anschließend gegen Niklas Kamm (Bayern), obwohl er mehr technische Punkte auf seinem Konto hatte als sein Gegenüber - die neuen Regeln machens aber möglich. Nach sechs schweren Kämpfen wartete im Platzierungskampf um Rang fünf mit dem frischgebackenen Deutschen Meister Oilver Hug (Württemberg) ein schier unbezwingbarer Gegner. Dennoch wusste sich der junge Kopp zu steigern und der Kampf eskalierte zu einer hochdramatischen Begegnung. In der letzten, nachdem jeder der beiden jeweils eine Runde knapp für sich entscheiden konnte, von drei möglichen Kampfrunden war es dann soweit. Mit einem Kopfhüftschwung aus dem Lehrbuch, brachte Kopp seinen Gegner in einer gefährliche Lage, wobei es Ihm auch noch gelang, unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauern und Fans, den Deutschen Meister zu schultern.
Zwar letztendlich "nur" ein fünfter Platz, aber sportlich gesehen sicher deutlich mehr wert, als so mancher Turniersieg!
Wettkampffotos
20. Karl-Wahl-Gedächtnisturnier in Schorndorf
Nach einer längeren Wettkampfpausen, zogen sich Christian und Claus wieder das Ringertrikot an. Sowohl im ersten, als auch im letzten Kampf der Gewichtsklasse bis 42 kg. (C-Jgd.) traf das Brüderduo direkt aufeinander. Beide Male konnten die regelunkundigen Kampfrichter allerdings nicht verhindern, dass der Sieger am Ende "Kopp" hieß.
Keine Werbung für den Ringsport, was zumindest den Turnierablauf und die schwachen Kampfrichterleistungen betrifft, war das 20. Karl-Wahl-Gedächtnisturnier in Schorndorf. Eigentlich unverständlich, wurden doch noch die Landesmeisterschaften im vergangenen Jahr generalstabsmäßig und ohne Fehl und Tadel abgewickelt. Obwohl nur 109 Nachwuchsathleten am Start waren, gelang es Veranstalter Schorndorf eindrucksvoll, das Turniergeschehen mit langen Mattenpausen derart in die Länge zu ziehen, dass bereits zahlreiche Ringfreunde noch während der Veranstaltung von dannen zogen. Auch die Kampfrichterleistungen zeugten sich gerade von Klasse. Typisch hierfür war z.B. der völlig überforderte Kampfrichter im ersten Kampf zwischen Claus und Christian. Zuerst schickte er Claus in die Banklage (gibt es allerdings seit Januar 2005 nicht mehr), dann wurde diverses "Mattenverlassen" übersehen/falsch gewertet usw., usw., usw. In der Kampfpause (die deutlich länger als 30 Sekunden dauerte) ließ sich dann der Mattenleiter in die seit Januar 2005 geltenden neuen Regeln einweihen, sodaß der Kampf mit Verspätung weitergehen konnte. Christian gewann übrigens nach Punkten, warum weiß eigentlich keiner so recht.
Ach ja, gerungen wurde auch manchmal (wobei meistens ein oder zwei der Matten leer waren - hier handelte es sich offenbar um Ersatz, falls irgendetwas kaputtgehen sollte), der Rest ist aber schnell erzählt. Christian und Claus gewannen Ihre restlichen Poolkämpfe und auch das Halbfinale stellte keine unüberwindbare Hürde dar, sodaß sich im Finale erneut beide gegenüberstanden. Christian gewann nach einer schwachen Kampfrichterleistung (s.o.) erneut, warum weiß eigentlich immer noch keiner so recht.
Platz eins und zwei hieß so am Ende die Ausbeute, aber das interessierte auch nicht so recht, war man doch recht froh endlich die Halle verlassen zu können!
Wettkampffotos
Judo: Internationales Turnier im Sindelfinger Glaspalast U 15 / U 17
Weit über 1000 Judokas aus 9 Nationen -
ein Hauch von Europa wehte im Sindelfinger Glaspalast.
„Mittendrin“ statt „nur dabei“ war der Leutenbacher Carsten Kopp, der sich drei Tage nach seinem vierzehnten Geburtstag mit dem Sieg beim Internationalen Turnier im Sindelfinger Glaspalast selbst das schönste Geschenk machte. Im Auftaktkampf besiegte er Steffen Dietz (Württemberg) bereits nach wenigen Sekunden mit einem Armhebel. Anschließend musste er gegen den körperlich deutlich überlegenen Holländer Niels Helden tief in die Trickkiste greifen und zeigte „Ringen“ aus dem Lehrbuch, als er seinen robusten Kontrahenten mit einem perfekten Überwurf (5 + 1 für Regelkundige) auf den Rücken beförderte und den Kampf somit vorzeitig beendete. Kein Zuckerschlecken versprach auch die Begegnung gegen Raphael Bever (NRW) zu werden, der zuvor den Ostschweizer Meister Fabian Schefer aus dem Turnier warf. Clever wartete der Leutenbacher jedoch auf seine Chance und besiegte den Norddeutschen durch einen Selbstfallwurf (Tani O’toshi) ebenfalls vorzeitig. Schneller als erwartet überstand der D-Kaderathlet schließlich auch das Halbfinale. Gegner Lars Spiegel (Württemberg) fiel bereits nach wenigen Sekunden, aus einer unübersichtlichen Situation heraus in einen Haltegriff, aus dem es kein entrinnen mehr gab. Somit stand der junge Leutenbacher wie bereits im Vorjahr im Finale, wollte aber in der Neuauflage unbedingt den Sieg. Dementsprechend legte er gegen Mark Schikofsky (Saarland) los wie die Feuerwehr und brachte sein Gegenüber ständig in Bedrängnis. Diesem Druck hielt der Saarländer allerdings nicht lange stand, sodass Kopp noch in der ersten Kampfminute zum entscheidenden Wurf ansetzen und auch seinem fünften Kampf vorzeitig beenden konnte, um sich in überlegener Manier den Siegerpokal aus den Händen von Vizeolympiasieger Marc Meiling zu empfangen.
Einen Rabenschwarzen Tag erwischte Claus Kopp (40 kg./U15/TSG Backnang), der allerdings eine Altersklasse höher startete. Zwei Niederlagen bedeuteten für Ihn das frühe Aus.
Judo: International „Olympic Hope“ Tournament U 17 in Jicin / Tschechien
Für eine positive Überraschung sorgte der Leutenbacher Carsten Kopp (TSG Backnang / 50 kg.) beim Super A-Turnier der U 17 in Jicin (Tschechien). << Ein oder vielleicht zwei Kämpfe machen, International Erfahrung sammeln und einfach einmal dabei sein – so lautete die Vorgabe von Landestrainer Mirko Grosche >>.
ako…..30.04.2005…. Eigentlich sollte der erst dreizehnjährige Carsten Kopp nur International Erfahrung sammeln, am Ende kämpfte er jedoch um die Medaillen mit und belegte einen hervorragenden fünften Platz bei diesem International hochkarätig besetzten Super A-Turnier der Altersklasse U 17. Insgesamt gingen rund 1100 Judakas aus 18 Nationen auf die Matte. Unter den Augen von Bundestrainer Olaf Schmidt feierte der junge Kopp, noch vor Monatsfrist vom Landeskader in den D-Kader aufgerückt, einen Turnierauftakt nach Maß. Gegen Jaroslav Kupal (Tschechien) zeigte er in seinem ersten Kampf keinerlei Respekt und beförderte den tschechischen Kaderathleten mit seiner Spezialtechnik „Ura-Nage“ (Selbstfalltechnik) bereits in den ersten Sekunden auf den Rücken und erhielt dafür die volle Wertung (Ippon). Auch in Runde zwei ließ er sein Können aufblitzen und gewann gegen den drei Jahre älteren Schwarzgurtträger Guy Noel (Belgien) vorzeitig. Aufgrund zweifelhafter Kampfrichterentscheide blieb Ihm der dritte Sieg im dritten Kampf verwehrt. Es beherrschte zwar Lokalmadator Michael Vanicek (SKPJ Jicin) klar, Wertungen bekam er jedoch keine zugesprochen. Aus dem „Nichts“ heraus erhielt Kopp vom Kampfrichter eine ungerechtfertigte Verwarnung, die den Kampf zugunsten den amtierenden tschechischen Meisters entschied. Kopp verdaute diese Niederlage jedoch recht schnell und rechtfertige seine Nominierung mit einem weiteren Sieg gegen Alex Sancernt (Spanien), den er mit einem Haltegriff vorzeitig besiegte. Der anschließende Kampf gegen Jakub Dedecek (Tschechien) um den Einzug ins kleine Finale um Platz drei erwies sich als wahres Nervenspiel. Kopp hielt sich jedoch an die taktischen Vorgaben seines Trainers und punktete sein Gegenüber immer wieder geschickt aus. Mit seinen Spezialwurf „Tani O’toshi“ (Selbstfallwurf) holte er sich schließlich seinen vierten vorzeitigen Sieg. Spannung pur auch beim Kampf um Bronze gegen Laszlo Nagy (Ungarn) Beide Kontrahenten schenkten sich nichts und attaktierten ständig, wobei beiden Judokas zunächst eine Wertung verwehrt blieb. Im weiterten Kampfverlauf wurde zunächst eine große Wertung für Kopp nicht anerkannt, zudem machte sich auch die körperliche Überlegenheit des Ungarn immer mehr bemerkbar und man merkte Ihm auch die fünf vorhergehenden schweren Kämpfe an. Dennoch zeigte der Leutenbacher eine großartige kämpferische Einstellung, riskierte alles, wurde entscheidend gekontert und verpasste somit nur knapp den Sprung aufs Treppchen.
Wettkampffotos
Am Wochenende wurden die Deutschen Meisterschaften der C-Jugendringer im griechisch-römischen Stil in Hösbach (Bayern) ausgetragen. Mit von der Partie war auch der Leutenbacher Claus Kopp (38 kg.), für den es die ersten "Deutschen" waren. Dementsprechend merkte man Ihm spätestens beim Abspielen der Nationalhymne die Nervosität an.
Nach harten Trainingswochen und –monaten unter der Ägide von Jugendtrainer Ronny Aspacher, sowie Cheftrainer Herbert Tutsch präsentierte sich Claus pünktlich in Bestform.
Leider war das Losglück erneut nicht auf Winterbacher Seite. Claus, der die Farben des VfL bei den Deutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil in Hösbach (Bayern) vertrat, wurde in der teilnehmerstärksten Gewichtsklasse auch noch in den stärkeren Pool gelost. Als „Zugabe“ traf er gleich im Auftaktkampf auf den hohen Favoriten und späteren DM-Zweiten Pascal Eisele (Hessen), der Ihn im ersten von drei möglichen Kampfabschnitten gleich kalt erwischte und das Rundendrittel klar nach Hause brachte. Im zweiten Drittel gelang es Ihm jedoch sich besser auf sein Gegenüber einzustellen und Ihm das Leben schwer zu machen. Trotz einiger guter Ansätze, musste er sich aber dennoch knapp nach Punkten geschlagen geben.
Hopp oder Top lautete so die Devise im zweiten Kampf. Eine erneute Niederlage würde das „Aus“ bedeuten. Der junge Winterbacher entschied sich jedoch fürs Weitermachen und nahm Evgenij Titovski (Mecklenb.-Vorpommern) nach allen Regeln der Ringerkunst auseinander. Ein Freilos in Runde drei ließ das junge Ringertalent sogar vom Einzug in die Top-Ten der besten Ringer Deutschlands träumen, sollte auch der nächste Gegner geschlagen werden. Dementsprechend motiviert präsentierte er sich auch auf der Matte. Von der ersten Sekunde an ließ er keinen Zweifel daran, wer die Matte als Sieger verlassen würde. Ein Schultersieg war die logische Konsequenz. Hochkonzentriert ging er in Runde fünf auch gegen Verbandskamerad Markus Möll (Württemberg) zu Werke. Geschickt punktete er seinen Kontrahenten im ersten Rundendrittel aus, verlor im zweiten Drittel sowohl den „Faden“, als auch den Kampfabschnitt, besonn sich aber im letzten und entscheidenden Rundendrittel zunächst wieder eines Besseren. Den Sieg und den sicheren Einzug ins Finale der besten Sechs vor Augen riskierte er in der letzten Minute jedoch zu viel und wurde entscheidend gekontert. Im abschließenden Platzierungskampf um Rang sieben ließ er erneut sein Können aufblitzen und bezwang Mario Läufer (Südbaden) hoch nach Punkten. Für Claus bedeutet Platz sieben und somit auch der Einzug unter die Top-Ten bei den Deutschen Meisterschaften der bislang größte Erfolg und lässt noch einiges für die Zukunft erhoffen.
Ringen: Deutsche B-Jugend-Meisterschaften im freien Stil in Mühlheim-Styrum (NRW)
ako...06.03.2005........Großes Lospech hatte der Leutenbacher Carsten Kopp (50 kg./VfL Winterbach) bei den Deutschen B-Jugendmeisterschaften im freien Stil in Mühlheim-Styrum (NRW). In der mit 28 Ringern mit Abstand am teilnehmerstärksten Gewichtsklasse bis 50 kg., wurde er dem gleichen Pool zugelost wie zwei Deutsche Meister, sowie zwei Deutsche Vizemeister. So war bereits vor dem ersten Kampf klar, dass es sehr schwer werden würde, eine Top-Ten Platzierung zu erreichen. In der ersten Ausscheidungsrunde am Freitag Abend traf er auf den südbadischen Vertreter Thomas Bachmann, mit dem er sich einen harten Kampf lieferte. Die Begegnung ging über die vollen drei Runden, aus der Kopp als knapper Punktsieger hervorging, sodass er den ersten Wettkampftag schadlos überstand.
Das Los wollte es aber, dass er bereits in der zweite Runde, die am Samstagvormittag ausgetragen wurde, auf den Deutschen Vizemeister Fabian Allerberger (Bayern) traf. Carsten Kopp, noch aus dem jüngsten Jahrgang, wollte den Bayern gleich zu Beginn des Kampfes mit einer Wurfaktion überraschen, rutsche aber ab, wurde clever gekontert und unterlag entscheidend. Auch die dritte Begegnung gegen Rheinhessenmeister Tobias Lutz wurde kein Zuckerschlecken. Nach kurzem Abtasten übernahm Kopp aber das Kommando und sicherte sich das erste Kampfdrittel. Im zweiten Drittel agierte er zu ungeduldig, riskierte wieder einiges und wurde erneut gekontert. Mit großem Siegeswillen konnte er sich jedoch aus einer fast aussichtslosen Situation retten, musste das Kampfdrittel aber abgeben. Das letzte und entscheidende Drittel und somit der Sieg, ging wieder an den jungen Winterbacher, der seinen Kontrahenten geschickt und routiniert auspunktete.
Im vierten Kampf musste er sich mit dem Deutschen Meister Christian Maier (Thüringen) auseinandersetzten. Nachdem er die erste Runde deutlich abgeben musste, bot er im zweiten Kampfdrittel eine Topleistung und machte dem Meisterschaftsfavoriten das Leben schwer. Dennoch ging auch das zweite Drittel verdient aber knapp mit 2:0 Punkten und somit der Sieg an den Thüringer, der sich im weiteren Verlauf auch den Meistertitel sicherte. Mit zwei Siegen, sowie zwei Niederlagen erreichte Carsten Kopp somit einen durchaus respektablen 12. Platz in einem Klassefeld.
„Das war großes Lospech, sämtliche Top-Ringer in der eigenen Gruppe. Im anderen Pool wäre er wohl durchmarschiert und hätte sogar Medaillenchancen gehabt. Aber damit muss man leben, so ist es eben im Wettkampfsport. Im nächsten Jahr startet Carsten erneut in der B-Jugend und dann werden die Karten neu gemischt, resümierte VfL-Trainer Herbert Tutsch dennoch zufrieden.“
Um diese gute Leistung richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass Carsten noch dem jüngsten Jahrgang angehört und völlig auf das „Gewichtmachen“ verzichtet, während bereits in dieser Altersklasse eine Gewichtsreduktion von teilweise vier bis fünf Kilo gang und gebe ist. Dadurch ergeben sich natürlich auch enorme körperliche Nachteile, die einfach nicht mehr wettzumachen sind.
Wettkampffotos
Württembergische Meisterschaften im klassischen Stil
Fassungslosigkeit herrschte bei den Verantwortlichen des VfL-Winterbach. Auch lange nach der Siegerehrung konnte noch niemand so recht glauben, was sich Stunden zuvor in der Salierhalle abgespielt hatte. 4 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze, sowie der Gewinn der Gesamtwertung in der C-Jugend sorgten für einen historischen Triumph für die Schützlinge um Erfolgstrainer Herbert Tutsch. Auch Claus sorgte hierbei für Furore.
ako....Am Ende waren sich alle einig: Zu einer „Werbung für den Ringsport“ avancierten die Württembergischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil in Winterbach. Zahlreiche hochklassige Kämpfe ließen auch die Landestrainer mit der Zunge schnalzen. Nachdem der AV Sulgen in der Vorwoche mit einer gelungenen Ausrichtung der Freistilmeisterschaften vorlegte, ließen sich die Winterbacher um VfL-Vorstand Henry Göckeler nicht lumpen und sorgten Ihrerseits für eine generalstabsmäßige Abwicklung der Titelkämpfe bei ansprechendem Ambiente.
Mit einem Paukenschlag meldete sich Claus Kopp (C-Jgd./38 kg.) nach seinem bitteren Aus bei den Freistilmeisterschaften in der Vorwoche zurück. Bereits nach seinem Auftaktsieg gegen Dennis Wagner (AC Wüstenrot) konnte man spüren, dass es heute sein Tag werden würde. Daher war es nicht verwunderlich, dass er mit Schultersiegen über Jonas Heib (AC Wüstenrot) und sogar Freistilmeister Michael Dreher (SC Dürbheim), sich seinen Weg bahnte. Nach einem weiteren Punktsieg gegen Marco Philipp (AC Röhling) stand er im Halbfinale der Titelkämpfe und hatte damit sein Soll bereits mehr als erfüllt. Es gab nicht wenige, die Ihm im Halbfinale gegen den hohen Favoriten Markus Möll (AB Wurmlingen), bereits vor dem ersten Pfiff des Kampfrichters als Verlierer von der Matte gehen sahen. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Mit hohem kämpferischen Einsatz und einer wahren Energieleistung lieferte er sich mit dem Wurmlinger einen heißen Kampf. Aus einem an Dramatik und Spannung nicht mehr zu überbietenden Kampf ging Claus als knapper, aber verdienter Punktsieger hervor und stand somit im Finale der Landesmeisterschaften. Hier traf er erneut auf Marco Philipp, der sich als Poolzweiter ebenfalls über das Halbfinale vorgekämpft hatte. Anders als im Poolkampf machte Claus im Finale kurzen Prozeß und schulterte seinen Kontrahenten unter dem Jubel des fachkundigen Publikums noch in der ersten Minute.
Mit diesem Sieg brachte Claus das wohl einmalige Kunststück fertig, gleichzeitig in drei verschiedenen Kampfsportarten (Ringen, Judo und Sambo) amtierender Württembergischer Meister zu sein.
Freistilmeister Carsten (B-Jgd./50 kg.) bestätigte seine DM-Nominierung auch in seiner ungeliebten schwächeren Stilart. Den Start im klassischen Stil bei den Landesmeisterschaften sah er zunächst nur als willkommene Trainingsmaßnahme an, wobei er als hoher Titelfavorit auf den Start bei den gleichzeitig stattfindenden Baden-Württembergischen Judo-Meisterschaften der U 15 verzichtet hatte.
Wenig Federlesens machte er in den ersten zwei Runden mit Sahin Oguz (ASV Möckmühl) und Patrich Gentner (AV Schwenningen), die er bereits nach wenigen Sekunden schultern konnte. Nach einem Freilos traf er im Poolfinale auf Greco-Spezialist Dennis Braun (TSV Musberg), den er noch vor einer Woche besiegen konnte. In der Neuauflage entwickelte sich erneut ein spannender Kampf aus dem Braun als glücklicher Punktsieger hervorging. Als Poolzweiter hatte sich Carsten somit für das Halbfinale qualifiziert, wo mit dem DM-Dritten Oliver Hug (TSV Dewangen) ein wohl unbezwingbarer Gegner wartete. Anders als erwartet konnte Carsten gut mithalten und verlor die erste Runde denkbar knapp mit 0:1 Punkten. In Runde zwei konnte Carsten noch eine Schippe draufpacken und brachte seinen Kontrahenten mehrfach in Bedrängnis und stand sogar kurz vor dem Schultersieg. Somit mußte die dritte Runde die Entscheidung bringen. Auch hier zeigte Carsten eine Klasseleistung, punktete sein Gegenüber geschickt aus und holte sich hochverdient den Sieg. Im Finale wartete erneut Dennis Braun (TSV Musberg) und wiederum war Spannung pur angesagt. Allerdings merkte man Carsten hier die schweren Kämpfe des Tages etwas an und auch der ältere Braun erwies sich heute als einen Tick besser und cleverer und holte sich dadurch durchaus verdient den Titel nach einem knappen Punktsieg in zwei Runden.
Nichts zu holen gab es für Christian (C-Jgd./42 kg.), der viel Lospech hatte. In seinen ersten zwei Auftaktkämpfen traf er auf die späteren zwei Finalisten und schied nach einer sehr guten Leistung und harten Kämpfen etwas unglücklich aus. Hierbei sollte auch beachtet werden, dass Christian der jüngste Teilnehmer war und mit nur 39 kg. in der 42 kg.-Klasse an den Start ging.
Wettkampffotos
Württembergische Landesmeisterschaften im freien Stil
Klasse statt Masse. Auf erstaunlich hohem Niveau wurden in diesem Jahr die Landesmeisterschaften im freien Stil ausgetragen. Ein Sonderlob verdiente sich auch Veranstalter AV Sulgen, der die Meisterschaften, auch unterstützt mit einer Großleinwand, vorbildlich abwickelte. Insgesamt kämpften an beiden Tagen 271 Athleten um das begehrte Ticket für die Deutschen Meisterschaften. Schwerstarbeit hatte hierbei Carsten Kopp (B-Jgd./50 kg.) zu verrichten, der insgesamt sechs Mal auf die Matte musste.
ako....12./13.02.2005.......Auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung nicht aufhalten, ließ sich Carsten Kopp (B-Jgd./50 kg.), der sich mit seinen Gegnern aus den ersten drei Runden nicht lange aufhielt. Erst im Kampf um den Poolsieg gegen den letztjährigen DM-Teilnehmer Marcel Bolduan (KG Baienfurt) kam so etwas wie Spannung auf. Taktisch klug ging er kein allzu hohes Risiko ein und konterte den Baienfurter immer wieder, um schließlich einen hohen Punktsieg einzufahren. Im Halbfinale traf er auf Heiko Krämer (TSV Benningen), der Ihn nun doch etwas zum Schwitzen brachte. Die erste Runde entschied er dennoch klar nach Punkten für sich, in der zweiten hatte er sich auf Krämer besser eingestellt und zeigte nun einige sehenswerte Techniken und Kombinationen, die zum Überlegenheitssieg führten. Nichts für schwache Nerven war der Finalkampf gegen den haushohen Favoriten, mehrfachen Württembergischen Meister und DM-Teilnehmer Dennis Braun aus Württembergs Nachwuchsschmiede TSV Musberg. Der ältere Braun hatte eigens für die Titel kämpfe um eine Gewichtsklasse reduziert, während Carsten auf das Gewichtmachen bewußt verzichtete. Nach kurzem Abtasten zeigte sich Braun äußerst irritiert darüber, dass er seinen Gegner wohl völlig unterschätzt hatte und mußte sogar einen Punkterückstand hinnehmen. Inzwischen hatte sich Carsten blendend auf Braun eingestellt, beschäftigte stets seinen Kontrahenten und ging aus Runde eins als knapper aber verdienter Punktsieger hervor. Das gleiche Bild zeigte sich in Runde zwei. Carsten bestimmte den Kampf, ging in Führung, ließ sich auch von diversen unfaieren Attacken nicht verunsichern, verteidigte clever und holte sich unter dem Jubel der Halle den Sieg und die Landesmeisterschaft. Im Anschluß an die Titelkämpfe wurde Carsten für den Vorbereitungslehrgang für die bereits Anfang März stattfindenden Deutschen Meisterschaften eingeladen.
Eine kleine Überraschung gelang Christian Kopp (C-Jgd.), der auf das "Abkochen" verzichtete und mit nur 39,0 kg. in der schweren 42 kg.-Klasse sein Glück versuchte. Außerdem war er gesundheitlich etwas angeschlagen und erst kurz vor der Abfahrt entschied er sich doch noch für einen Start. Im Tagesverlauf fand er jedoch wieder zur alten Stärke zurück und stieg mit zwei ungefährdeten Siegen ins Turniergeschehen ein. Gegen Steffen Krämer (TSV Herbrechtingen) merkte man im Kampf um dem Poolsieg nun aber doch, dass er nicht völlig fit ist. Postwendend mußte er gegen den späteren zweitplatzierten auch eine Punktniederlage hinnehmen. Im Halbfinale traf er anschließend auf den hohen Favoriten Arthur Stang (Schwenningen), dem Christian im ersten Kampfdrittel Paroli bieten konnte und die Runde nur knapp verlor. Nach der Pause hatte er aber gegen den körperlich deutlich überlegenen Schwenninger nichts mehr zuzusetzen und unterlag entscheidend. Unbeeindruckt von dieser Niederlage zeigte er im kleinen Finale gegen Ian Moosmann ( AV Hardt) wieder eine glänzende Leistung. Routieniert punktete er sein Gegenüber immer wieder aus und sicherte sich den Sieg und den Pokal für den dritten Platz der Landesmeisterschaften.
Nicht unbedingt seinen besten Tag hatte Claus (38 kg./C-Jgd.); auch fehlte Ihm in seiner schwächeren Stilart ein Quentchen Glück, um eine Top-Platzierung zu erreichen zu können. Gleich im ersten Kampf legte er los wie die Feuerwehr und schultere David Decker (KSV Holzgerlingen) noch vor der Pause. In Runde zwei traf er auf Trainingspartner Marc Göckeler, gegen den er wohl eher ein mentales Problem hat. So war die anschließende Punktniederlage auch nicht verwunderlich. Es folgten zwei Schultersiege über Marco Unterschütz (TSV Meimsheim) und Aron Heib (AC Wüsterrot). Gegen Stefan Moosmann (AV Sulgen) war eigentlich ein Sieg zum erreichen des Halbfinals fest eingeplant, aber irgendwie kam er mit dem Lokalmadatoren nicht zurecht und unterlag denkbar knapp nach Punkten. So musste er mit einem für seine Verhältnisse enttäuschenden neunten Rang die Heimreise antreten.
In blendender Verfassung präsentierte sich der Leutenbacher Carsten Kopp (50 kg./TSG Backnang) bei den Süddeutschen Meisterschaften der Altersklasse U 17 in Wettstetten. Im entscheidenden Kampf um das Ticket für die Nationalen Titelkämpfen, rüttelte der erst dreizehnjährige gewaltig am Thron des amtierenden Deutschen Meisters Michael Keil (TSV Abensberg) und unterlag knapp nach Punkten.
ako...29.01.2005.....Süddeutschlands beste Judokas (U17) kämpften im bayrischen Wettstetten, sowohl um den Titel, als auch das begehrte Ticket zu den Deutschen Titelkämpfen. Mit von der Partie war auch der junge Leutenbacher Carsten Kopp (50 kg./TSG Backnang), der trotz des besonderen Stellenwerts dieser Meisterschaften bewusst auf das „Gewichtmachen“ verzichtet hat und in der äußerst stark besetzten 50 kg.-Klasse auf die Matte ging. Daher war es schon etwas überraschend in welch überlegener Manier er zuerst Florian Haslinger (TV Lengries) und auch Daniel Ober (TSV March) das Nachsehen gab. Nach diesen zwei souveränen Siegen stand der junge Kopp im Halbfinale und hatte somit sein Soll bereits mehr als erfüllt. Das Los wollte es, dass er hier auf den Nationalkaderathleten Garlef Eder (PS Karlsruhe) traf, der auch später den Titel gewinnen sollte. Sein Heil in der „Flucht nach vorne“ suchend, legte Kopp stets den Vorwärtsgang ein und versuchte sein Gegenüber nicht zur Geltung kommen zu lassen. Clever blockte der Karlsruher immer wieder ab und nutzte seinerseits jeden noch so kleinen Fehler zu seinen Gunsten, wobei Ihm die entscheidende Wertung zunächst verwehrt blieb. In der letzten Minute war es dann aber doch soweit, eine weitere kleine Unaufmerksamkeit Kopp’s nutzte der Nationalkämpfer eiskalt zum entscheidenden vollen Punkt aus und verließ die Matte als verdienter Sieger. Die Überraschung zwar verpasst, aber die Bronzemedaille noch vor Augen, entwickelte sich der anschließende Kampf im kleinen Finale gegen den amtierenden Deutschen Meister Michael Keil (TSV Abensberg), der zuvor unglücklich den Finalkampf verpasste, sicherlich zu einem Highlight der Meisterschaftskämpfe. Statt zu taktieren lieferten sich beide Athleten einen offenen Schlagabtausch, indem die Wertungen wie reife Früchte fielen. Mit der Leichtigkeit des Seins brachte der Leutenbacher den hohen Favoriten das ein und andere Mal in arge Bedrängnis, aus der sich Keil aber immer wieder geschickt befreien konnte. Auch der Abensberger ließ des öfteren seine Klasse aufblitzen und sammelte Punkt für Punkt. Nachdem Kopp im Kampfverlauf immer wieder herangekommen war, riskierte er in der letzten Minute noch einmal alles, wurde gekontert, konnte sich jedoch aus dem Haltegriff wieder befreien und unterlag schließlich nach Punkten.
Wettkampffotos
Stuttgart Open in Holzgerlingen
Nach der Anpassung der Altersklassen des Deutschen-Ringerbundes
an das Internationale Regelwerk reisten die drei Kopp-Brüder mit ge-
mischten Gefühlen zu den Stuttgart Open nach Holzgerlingen. Das
Trio fand sich jeweils in einer höheren Altersklasse wieder und musste
sich gegen teilweise deutlich ältere Konkuzrrenz beweisen. Hinzu
kamen noch zahlreiche Regeländerungen, sowie die Tatsache, dass
nicht jeder in seiner gewohnten Stilart kämpften durfte.
In guter Form präsentierte sich Claus (C-Jgd./38 kg.), der den ersten
Titel einfuhr. Nacheinander fertigte er im Schnelldurchgang Benedikt
Steichele (SC Korb), Kim-Robin Müller (TSV Köngen) und Pascal
Späth (TSVGG Münster) ab. Auch im entscheidenden Kampf um den
Turniersieg ließ er nichts anbrennen und schultere Max Landenberger
vom Veranstalter KSV Holzgerlingen noch in der ersten Minute. Nach
dieser rundum gelungenen Leistung dürfte auch bei den Landesmeister-
schaften im Februar mit Claus zu rechnen sein. Mit einer weiteren
Leistungssteigerung und etwas Losglück könnte dann sogar die Quali-
fikation zu den Deutschen Meisterschaften herausspringen.
Carsten (50 kg.), gerade mal dreizehn Jahre alt, mußte in Holzgerlingen
in der zusammengefaßten A/B-Jugend - und damit gegen deutlich
ältere Konkurrenz - auf die Matte. Umso erstaunlicher daher, in welch
überlegener Manier er einen Gegner nach dem andern auf die Schultern
legte. Keine 20 Sekunden benötigte er in Runde eins, um Julien Späth
(TSVGG Münster) vorzeitig zu besiegen. Kaum länger hielt er sich an-
schließend mit Matthias Deinert (ASV Kornwestheim) auf. Auch
Konstantin Flaum (KSV Trossingen) stellte keine ernsthafte Gefahr
dar. Im entscheidenden Kampf um den Turniersieg wirbelte er
Robin Winkels (ASV Kornwestheim) gehörig durcheinander und
schulterte Ihn schließlich nach der Pause.
Nicht seinen besten Tag hingegen erwischte mit Christian (C-Jgd./42 kg.)
der jüngste im Bunde. Den ersten Kampf gegen Samuel Siegel (TSV
Ehningen) verpennte er schlichtweg und in Runde zwei stand er gegen
Sven Hees (ASV Schlichten) sogar kurz vor dem Aus. Allerdings rappelte
er sich dann wieder auf, konnte Hees sogar noch schultern und erreichte
nach einem weiteren Sieg über Franco Meinero (TSV Köngen) das Halb-
finale gegen Trainingspartner Marc Göckeler. Hier kam er allerdings
nicht so recht zum Zug und unterlag trotz einer guten kämpferischen
Leistung klar nach Punkten. Im kleinen Finale um Platz drei zeigte er
sich wieder von seiner besten Seite und besiegte David Böhringer
(SC Korb) vorzeitig. Für Christian wird es bei den kommenden Landes-
meisterschaften schwer werden. Er gehört zu den jüngsten des ersten
Altersklassenjahrgangs und startet in einer schwierigen Gewichtsklasse
die Top besetzt sein wird. Nur mit einer gehörigen Leistungssteigerung
und mehr Konstanz bei den Kämpfen kann er den Sprung aufs
Treppchen und evtl. die Qualifikation zu den "Deutschen" schaffen.
Daher werden Claus und Christian bis Anfang April im Judo
eine Trainings- und Wettkampfpause einlegen, um sich vollständig
auf den Ringsport und das Ziel der Qualifikation zu den Deutschen
Meisterschaften konzentrieren zu können.
Wettkampffotos
Württembergische Landesmeisterschaften U 17
Für eine positive Überraschung sorgte Carsten Kopp (50 kg./TSG Backnang) bei den Landesmeisterschaften in Tübingen. Der erst dreizehnjährige Leutenbacher holte sich in der Altersklasse U 17 Silber.
ako....15.01.2005.......Nach der Anpassung der Altersklassen durch den Deutschen Judo-Bund an das Internationale Regelwerk fand sich der dreizehnjährige Carsten Kopp in der Altersklasse U 17 wieder. Daher sollten die Landesmeisterschaften U 17 in Tübingen für den jungen Leutenbacher eigentlich nur eine erste Standortbestimmung sein. Dementsprechend verhalten auch sein erster Auftritt gegen Andreas Kurz aus dem Nachwuchskader von Bundesligist KSV Esslingen. Nach kurzem Abtasten fand er jedoch die nötige Sicherheit und siegte klar nach Punkten. Sichere Siege fuhr er anschließend auch gegen Steffen Dietz (KJC Ravensburg) und den Süddeutschen Vizemeister Vincenz Eninger (TSB Ravensburg) ein. Beeindruckend sein Kampf im Halbfinale gegen Patrick Hartjen (KSV Holzgerlingen). Hier zeigte er mit verschiedenen Techniken und Kombinationen die ganze Bandbreite seines Könnens auf und besiegte den Holzgerlinger vorzeitig. Im Finale wartete mit Chris Hasselwander zwar ein harter Brocken, trotzdem ließ Kopp den zwei Jahre älteren Tübinger nicht zur Geltung kommen und brachte Ihn sogar mehrfach in eine bedrängte Lage, die Hasselwander jedoch geschickt abwehren konnte. Nachdem er durch zwei zweifelhafte Verwarnungen in Rückstand geraten war und ein Haltegriff vom Kampfrichter vorzeitig abgebrochen wurde setzte der junge Leutenbacher in der letzten Minute alles auf eine Karte. Leider wurde sein Einsatz nicht belohnt, ein Konter des Tübingers beendete den Kampf und bescherte Kopp die Vizemeisterschaft. Mit dieser Topplatzierung verbunden ist auch die Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften, die bereits in zwei Wochen im bayrischen Wettstetten ausgetragen werden.



















































































