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Siegeszug von Carsten Kopp "ausgebremst"

Ringen: Internationales FILA-Turnier der Junioren im freien Stil in Kaliningrad

Siegeszug von Carsten Kopp wurde im Halbfinale „ausgebremst“


09.04.2011.....ako......Trotz hochkarätiger Konkurrenz aus acht Nationen und drei russischen Leistungszentren präsentierte sich der Schriesheimer Carsten Kopp (74 kg) auch in der russischen Enklave Kaliningrad in Topform. Pech für ihn, dass sich auch die zuvor kämpfenden DRB-Schützlinge ebenfalls von ihrer besten Seite präsentierten. Diese deutsche Medaillenflut war dann wohl auch den Kampfrichtern etwas zu viel, die ihrerseits die Erfolgskette der DRB-Ringer unterbrachen. Leidtragender war hier unter anderen auch Carsten Kopp, der mit Siegen über Jakob Jakubov (3:1; 6:0), Klyad Sibalkin (0:3; 3:0; 4:0) und David Michalichenko (3:0; 3:0; alle Israel) in atemberaubender Manier bis in Halbfinale durchmarschierte. Dort traf er auf den russischen Lokalmatadoren Wjatscheslaw Kurtsch (Russland). Jedoch bereits nach wenigen Sekunden Kampfzeit war klar, dass das russische Kampfgericht alles dafür tun würde, damit der Schriesheimer nicht als Sieger von der Matte geht. Die Begegnung war geprägt von zahllosen Fehlentscheidungen, Unterbrechungen und Diskussionen mit dem Kampfgericht. Es gab zwei Videobeweise zugunsten von Kopp, zwei weitere entscheidende Situationen wurden vom Mattenpräsident als Videobeweis nicht zugelassen. In Runde eins lag der Schriesheimer bis wenige Sekunden vor dem Pausengong mit 4:3 Punkten in Führung, als er den Russen ins Mattenaus manövrierte. Ein klarer Punkt für Kopp, doch Kurtsch zog unerlaubterweise eine Schleuder nach und wurde dafür vom Kampfrichter mit einer Dreier-Wertung „belohnt“. Der zweite Kampfabschnitt ging deutlich mit 5:0 Punkten an den Schriesheimer, in der dritten und entscheidende Runde bekam er jedoch eine „Lehrstunde“ im Fach Passivringen. Kurtsch legte den Rückwärtsgang ein und entzog sich völlig dem Kampf – Verwarnung Fehlanzeige. Zu guter Letzt durfte der Russe, nachdem verständlicherweise keine Wertung fiel, auch noch die Loskugel aus dem offenen (!) Beutel ziehen. Den Vorteil konnte dieser jedoch nicht nutzen, Kopp befreite sich, kippte seinen Kontrahenten in der Bodenlage ab, worauf dieser den siegbringenden Punkt in der Verlängerung zugesprochen bekam. Ungläubiges Kopfschütteln auf der DRB-Seite, ein Videobeweis wurde nicht zugelassen. Völlig entnervt über den verpassten Finaleinzug ging schließlich auch noch das kleine Finale um Platz drei nach Punkten verloren. Am Rande sei noch bemerkt, dass die Gewichtsklasse bis 74 kg die einzigste war in der auch Ringer aus der russischen U23-Nationalmannschaft an den Start gingen.

1/16 Finale: Jakob Jakubov (Israel) 3:1; 6:0
1/8 Finale: Klayd Sibalkin (Israel) 0:3; 3:0; 4:0
1/4 Finale: David Michalichenko (Israel) 3:0; 3:0
1/2 Finale: Wjatscheslaw Kurtsch (Russland) 4:6; 5:0; 0:1
3+5 Finale: Alimbek Aydinov (Russland) 0:1; 0:5